Nicht nur die Kinder und Jugendlichen unserer Sportvereine zeigen gute Leistungen, sondern auch die Trainer beweisen ihr Können. Dr. Jörg Steinwascher, Trainer im Wermelskirchener TV und Giuseppe Di Magno, Trainer im SSV Dhünn, starteten erfolgreich bei den Hessischen Kata-Meisterschaften.
Jörg Steinwascher, der in Hessen wohnt und in Langen trainiert, sowie
Giuseppe Di Magno entschieden sich für den hessischen Landesverband, da dort
auch für die Kata die besseren Trainingbedingungen bestehen. Beide bereiteten
sich seit 6 Monaten auf die Meisterschaften vor. Hierzu besuchten sie
bundesoffene Lehrgänge und nahmen auch an einem einwöchigen Lehrgang bei Shiro
Yamamoto (Technischer Direktor des Kodokan in Japan) teil.
Steinwascher und Di Magno zeigten die Kodokan Goshin Jitsu No Kata - eine Demonstration von Selbstverteidigungstechniken gegen unterschiedlichste Angriffe mit den Händen, Füßen, Messer, Stock und Pistole. Bei einer Kata sind alle Bewegungen streng vorgeschrieben und müssen entsprechend den Vorgaben ausgeführt werden. Dies diente in früheren Zeiten der Wissensvermittlung, da es keine schriftlichen Aufzeichnungen zu Techniken gab. Ein weiteres Bewertungskriterium ist - ähnlich wie bei dem Eiskunstlaufen - die künstlerische Bewertung, also der Ausdruck und die Ausstrahlung der Kata.
Sie mussten direkt als erstes Paar antreten und bewiesen, dass konsequentes
Training und Konzentration zum Erfolg führen. Mit über 70 Punkten Abstand zu den
Zweitplatzierten wurden Steinwascher und Di Magno Hessische Kata-Meister und
qualifizierten sich damit für die Deutschen Meisterschaften am 25.10.03 in
Montabaur.
Sie erhielten neben dem Siegerpokal auch einen Ehrenpokal der Dan-Trägervereinigung in Hessen. Die gute Leistung der beiden Trainer wurde von Klaus Hanelt, Bundesbeauftragter für Kata - hervorgehoben. Dennoch gab es Verbesserungspotenzial, das die frischgebackenen Hessischen Meister mit dem Bundesbeauftragen besprachen.