Am Sonntag den 30.9. in aller Frühe machten sich ein Judoka und sein Betreuer
vom 1. Judo Verein Langen auf den Weg nach Homburg (Saar), dem Austragungsort
der südwestdeutschen Meisterschaft.
Bei den vorangegangenen Hessenmeisterschaften der Senioren hatte sich Tobias Bauer (im Bild in weiß) in der Gewichtsklasse bis 100 kg als qualifiziert. Obwohl er nicht in seiner angestammten Gewichtsklasse gestartet war, konnte er auch in der höheren Gewichtsklasse -100kg einen guten dritten Platz erreichen.
Bei den Südwestdeutschen musste sich Tobias gegen 13 Gegner behaupten, und das als leichtester in dieser Gewichtsklasse. Es wurde im Doppelten-K.O.-System gekämpft. Seinen ersten Kampf gewann Tobias souverän, wenn auch die gesamte Kampfzeit von 5 Minuten benötigt wurde.
In der zweiten Begegnung konnte sich Tobias gegen einen starken Griffkampf des saarländischen Meisters leider nicht behaupten. Beim Versuch, den gegnerischen Griff zu lösen, erhielt er einen Shido, eine kleine Strafe, weil er aus der Mattenfläche herausgetreten war. Ein solcher Shido wird im Judo als Pluspunkt für den Gegner gewertet, der damit knapp in Führung lag. Beim weiteren Kampfverlauf versuchte Tobias mehrmalig den Rückstand, mit viel Einsatz und Elan aufzuholen. Sein Gegner wehrte die Angriffe aber ab oder konnte sich in der Luft gerade noch so drehen, dass er nur auf den Bauch gefallen ist. Nach Ablauf der 5 Minuten Kampfzeit musste sich Tobias geschlagen geben.
Im dritten Kampf drehte sich Tobias nach 5 Sekunden in einen Schulterwurf ein, seine Spezialtechnik. Er warf seinen überraschten Gegner und konnte damit einen Ippon erreichen. Der Kampf war damit vorzeitig entschieden.
Im vierten Kampf ging es um den Einzug in das kleine Finale, und damit um die Chance, sich womöglich für die deutsche Meisterschaft zu qualifizieren. Verständlich, dass Tobias in diesem Kampf vor Siegeswillen nur so strotzte. Sehr zur Freude seines Gegners, einen 42-jährigen Routinier, der mit technischer Raffinesse Tobias übermütigen Angriffe abwehren und den Kampf selbst vorzeitig beenden konnte.
Trotzdem bleibt ein 7. Platz auf der südwestdeutschen Meisterschaft.