Der Medizinprofessor Hofrat Dr. Baelz lehrt an der Kaiserlichen Unioversität in Tokio. Während seinem Aufenthalt in Japan erlernt er Jiu-Jitsu.
Durch verschiedene militärische Ereignisse In Asien (Boxer-Aufstand in China 1894 bis 1901 und den russisch-japanischen Krieg 1904-1905) tauchen in der europäischen Presse zum ersten Male Berichte über gefährliche asiatische Nahkampftechniken auf, die dort auch als Sportarten gelehrt werden.
Man nannte diese Verteidigungsart Jiu Jitsu, das heißt Siegen durch Nachgeben, damit soll gesagt sein, dass man bei einem körperlichen Angriff sich nicht mit Kraft widersetzt, sondern die Angriffe des Gegners auffängt, in der Angriffsrichtung fortsetzt und unterstützt.
Japanische Sportler führen in London auf Variete-Bühnen und im Zirkus erstmals in Europa diese Sportarten vor.
Nach dem russisch-japanischen Krieg kommen zwei japanische Kreuzer nach Kiel zu einem Freundschaftsbesuch und werden dort vom deutschen Kaiser Wilhelm II. begrüßt. Bei dieser Gelegenheit werden Wilhelm II. auch diese asiatischen Nahkampftechniken vorgeführt, und er gibt Anweisung, einen Jiu Jitsu Lehrer zu engagieren. Es kommt der Japaner Agitaro Ono nach Deutschland und gibt Unterricht in der Militärturnanstalt Berlin und in der Hauptkadettenanstalt Lichterfelde.
Etwa zu gleicher Zeit kommen privat die Japaner Katsuguma Higashi, Jukio Tani, Raku Uynichi und Taro Mayaki nach Deutschland und lehren hier Jiu Jitsu.
Der bedeutendste Schüler dieser Japaner ist Erich Rahn aus Berlin, der im Jahre 1906 die erste deutsche Jiu Jitsu Schule gründet.
Die Berliner Kriminalpolizei lässt ihre Beamten durch Erich Rahn im Jiu Jitsu ausbilden.
Erich Rahn erhält einen Lehrauftrag für Jiu Jitsu an der Militärturnanstalt in Berlin.
Während des ersten Weltkrieges ruht die weitere Entwicklung des Jiu Jitsu.
Wiederbeginn des Jiu Jitsu Sportes In Deutschland.
Gründung des ersten deutschen Jiu Jitsu Clubs Frankfurt am Main durch Alfred Rhode.
Im gleichen Jahr werden noch der Jiu Jitsu Club Wiesbaden, der 1. Berliner Jiu Jitsu Club und die Jiu Jitsu Abteilung des Polizei-Sportvereins Frankfurt am Main gegründet.
Erich Rahn erringt im Berliner Sportpalast die "erste deutsche Professional Meisterschaft" in Jiu Jitsu gegen Reuter aus München in der ersten Runde durch Beinschere.
Der 1. deutsche Jiu Jitsu Club Frankfurt und die Jiu Jitsu Abteilung des Polizei-Sportvereins Frankfurt tragen in der Turnhalle der Gutleutkaserne erstmalig die Stadtmeisterschaften von Frankfurt am Main aus, die von der Jiu Jitsu Abteilung des Polizei-Sportvereins mit 10 : 6 gewonnen werden.
Gründung des "Reichsverbandes für Jiu Jitsu" (RFJ). Erster Vorsitzender ist Walter Strehlow.
Erstmalig erscheint die illustrierte Monatszeitschrift "Jiu Jitsu" zum Preis von RM 0,15. Merkwürdigerweise haben die Nummern kein Datum. Auf der Sitzung vom 21.6.1925 verpflichtet sich der Reichsverband für Jiu Jitsu zur Abnahme von 400 Exemplaren.
Wie schwierig es seinerzeit war, Jiu Jitsu als Sport populär zu machen, zeigt dieser Vorgang. Unter diesem Datum schreibt das "Berliner Tageblatt" an den Reichsverband für Jiu Jitsu, auf dessen Vorhaltungen hin folgendes:
"Über Jiu Jitsu können wir im Sportteil nichts bringen, da wir Jiu Jitsu nicht als Sport betrachten. An dieser Überzeugung ändert auch die Tatsache nichts, dass ein Reichsverband für Jiu Jitsu gegründet wurde."
Erste Kontaktaufnahme mit Judo Vereinen in England durch Alfred Rhode.
Erster Kontakt des RFJ mit der "Federazione Jiu Jitsuistica Italiana".
An der deutschen Hochschule für Leibesübungen in Berlin wird Jiu Jitsu in das Arbeitsprogramm aufgenommen. Den Unterricht erteilt Rudolf Krotki.
Es gelingt dem RFJ eine Unfallversicherung für seine Mitglieder abzuschließen. Der Beitrag beträgt RM 0,20 monatlich.
Der RFJ halt seine erste ordentliche Generalversammlung ab.
Die Berliner Vereine tragen ihre erste Jiu Jitsu-Meisterschaft von Berlin für Amateure im Kriegervereinshaus Chausseestraße 94 aus.
Der Reichsverband für Jiu Jitsu wird ins Vereinsregister eingetragen.
Auf der Sitzung des Reichsverbandes für Jiu Jitsu wird die Einführung einer Punktwertung bei Wettkämpfen durch Mehrheitsbeschluss abgelehnt.
Auf der gleichen Sitzung wird jede Betätigung politischer oder religiöser Art verboten.
Inzwischen haben sich die Jiu Jitsu-Kämpfer in zwei Lager gespalten, Berufskämpfer und Amateure. Auf der Sitzung des RFJ wird der Ausschluss aller Berufskämpfer und selbständigen Sportlehrer, soweit sie nicht einem Amateurverein angehören, beschlossen. Dieser Beschluss hat ab sofort Gültigkeit.
Durch ein Rundschreiben des RFJ wird bekannt gegeben, dass alle Verbands- oder Clubmeister zum Tragen von farbigen Gürteln berechtigt sind. Gürtelprüfungen fanden nicht statt. Die Farbe des Gürtels unterlag keiner Vorschrift.
Anlässlich der ersten deutschen Kampfspiele in Köln fanden auch die ersten deutschen Einzelmeisterschaften im Jiu Jitsu statt. Die Kämpfe waren am 8./9. Juli 1926 im Bürgergesellschaftssaal der Stadt Köln.
Deutsche Jiu Jitsu Einzelmeisterschaft in Swinemünde.
Die in München vorgesehenen Deutschen Jiu Jitsu Einzelmeisterschaften mussten wegen plötzlich auftretender Terminschwierigkeiten abgesagt werden.
Deutsche Jiu Jitsu Einzelmeisterschaften in Leipzig.
Nach längerem Schriftverkehr fanden die ersten internationalen Judo Kämpfe zwischen dem Budokwai London und dem 1. deutschen Jiu Jitsu Club Frankfurt am Main, im großen Saal des Palmengartens statt.
Vor den Kämpfen fand eine Regelaussprache statt. Daran nahmen teil: für London Meister Koizumi und Marcus Kaye, für Deutschland Alfred Rhode, Edgar Schäfer und Philip Breitstadt.
An diesem Tag kämpfte die englische Mannschaft gegen den Jiu Jitsu Club 1922 Wiesbaden.
Sowohl in Frankfurt, als auch in Wiesbaden siegte London. Diese Begegnungen waren von ungeheurer Bedeutung, da die deutschen Judoka erstmalig mit dem Begriff "Judo" in Theorie und Praxis vertraut gemacht wurden. Dabei konnte festgestellt werden, dass zwischen dem in Deutschland bis dahin gepflegten Jiu Jitsu und dem japanischen Judo doch ein bedeutender Unterschied bestand. Das deutsche Jiu Jitsu war als Selbstverteidigung sehr schön, für sportliche Wettkämpfe jedoch vollends ungeeignet.
Zu dieser Zeit gibt es in Deutschland drei Verbände mit Jiu Jitsu treibenden Vereinen: Reichsverband für Jiu Jitsu mit 30 Vereinen Deutscher Athletik Sportverband mit 60 Abteilungen Arbeiter Sportkartell mit 20 Abteilungen
Erstmalig kämpfen deutsche Judoka aus Frankfurt und Wiesbaden in England und zwar am 5. 11. in Ealing, am 6. 11. in Cambridge (Universität), am 7. 11. in Slough, am 8. 11. in London gegen "The Budokwai" und am 10. 11. in Birmingham (Midland Judo Club).
Die Universitäten Köln und Hamburg haben Jiu Jitsu in das Programm der pflichtgemäßen Leibesübungen aufgenommen. Lehrer in Köln ist Heinrich Frantzen. Lehrer in Hamburg ist Daurer.
Der Rundfunksender Köln Langenberg strahlt einen Selbstverteidigungs-Lehrgang in Boxen und Jiu Jitsu aus, Lehrer ist Dr. Bach aus Köln.
Die Norddeutsche Rundfunk AG mit ihren Sendern Hamburg, Hannover, Bremen, Kiel, Flensburg bringt in der Zeit von April bis Juni einen reinen Jiu Jitsu Lehrgang. Die Leitung hat Sportlehrer Daurer.
Erste internationale Judo-Sommerschule im Frankfurter Waldstadion unter Leitung von Alfred Rhode. Lehrer waren damals die Japaner Koizumi, Prof. Tani aus London, Prof. Ishiguro aus Paris und Dr. Kitabatake aus Berlin. An diesem Lehrgang nahmen neben Engländern, Ungarn, und Schweizern viele Judoka aus Deutschland teil. Sie haben hier in Frankfurt zum erstenmal Judo gesehen, waren hell begeistert und man kann sagen, dass dies die Geburtsstunde des deutschen Judo überhaupt war.
Die Judo-Sommerschulen wurden im Anschluss jährlich in der ersten vollen Woche des August durchgeführt. Die letzte Judo-Sommerschule war im August 1939.
Anlässlich der Judo-Sommerschule wurde am 11. 8. 1932 der Deutsche Judo Ring gegründet. Der 1. Vorsitzende war Alfred Rhode. Am gleichen Tag gründeten die Vertreter der anwesenden Nationen die Europäische Judo Union. Die Leitung der EJU wurde dem Budokwai London übertragen.
Im August 1933 wurde der gesamte deutsche Judo-Sport unter der Sparte "Judo" in das Fachamt Schwerathletik des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen eingegliedert.
Die Leitung der Sparte Judo übernahm zuerst Werner Glasenapp, Berlin, der nach einiger Zeit von Max Hoppe, Berlin, abgelöst wurde.
Max Hoppe ist es gelungen, das etwas erstarrte System sportlich aufzulockern, so dass es auch möglich wurde, wieder internationale Kämpfe durchzuführen.
Prof. Jigoro Kano bereiste damals mit einigen Judoka Europa und besuchte bei dieser Gelegenheit auch Deutschland. Die Sparte "Judo" im Fachamt Schwerathletik im NSRL organisierte damals Lehrgänge in Berlin und München und berief Prof. J. Kano und seine Begleiter als Lehrer.
Die Lehrgänge fanden statt: am 11. bis 22. Juli in Berlin und am 11. bis 18. September in München.
Während des Lehrgangs in Berlin fand eine Aussprache zwischen Prof. J. Kano und dem damaligen Reichssportführer v. Tschammer u. Osten statt. Bei dieser Gelegenheit wurde die Bezeichnung "Judo" amtlich für ganz Deutschland eingeführt.
Internationale Mannschaftskämpfe zwischen dem 1. Deutschen Judo Club Frankfurt am Main und dem Jiu Jitsu Club Zürich im Theatersaal der Kaufleute in Zürich. Frankfurt siegte mit 6 : 4.
Erstmalig werden in Europa Einzelmeisterschaften im Judo ausgeführt.
Veranstalter war die Sparte Judo im Fachamt Schwerathletik im NSRL, Ausrichter war der 1. Dresdner Jiu Jitsu Club. Die Kämpfe fanden im Kristallpalast in Dresden statt.
Internationale Judo-Mannschaftskämpfe zwischen England, Schweiz und Frankfurt am Main im Kegler-Sporthaus, Wingertstraße Frankfurt am Main. Sieger war der 1. Deutsche Judo Club Frankfurt am Main.
Zur einheitlichen Ausrichtung der deutschen Judo-Vereine fand im November 1936 eine Regelbesprechung zwischen Max Hoppe, Berlin, und Alfred Rhode, Frankfurt, in Beneckenstein im Harz statt.
Die hier festgelegten internationalen Regeln waren anschließend bindend für alle Vereine.
Erneute Begegnung des 1. Deutschen Judo Clubs Frankfurt am Main mit dem Jiu Jitsu Club Zürich in Zürich. Sieger ist wieder der 1. Deutscher Judo Club Frankfurt am Main.
Internationale Mannschaft des 1. DJC und dem Judo Club Wiesbaden gegen den Anglo Japanese Judo Club London in London. Sieger ist die Mannschaft des 1. DJC und Judo Club Wiesbaden mit 7: 3.
Internationale Judo-Kämpfe zwischen den Judo-Vereinen Anglo Japanese Judo Club London, Judo Club Zürich und 1. Deutscher Judo Club Frankfurt im Kegler-Sporthaus Frankfurt am Main. Sieger ist die Mannschaft aus Zürich.
Mit der Judo-Sommerschule im August 1939 schließen die internationalen Begegnungen der Judoka vor dem Krieg ab.
Zu dieser Zeit gibt es schon 44 Lehrbücher über Jiu Jitsu in deutscher Sprache.
Verbot der Kampfsportart Judo durch die alliierten Besatzungsmächte.
Aufbauarbeiten innerhalb des Deutschen Athletenbundes (DAB).
Gründung des "Nordrhein-Westfälischen Judoring e. V." in Köln als erster Judo-Verband außerhalb des DAB nach dem Kriege. Vorsitzender ist Heinrich Frantzen. Weitere Landesverbände folgen, zunächst in Berlin und Norddeutschland, dann auch in den übrigen Ländern.
Gründung des Deutschen DAN-Kollegiums in Stuttgart, den Vorsitz hat Alfred Rhode.
Ilse Brief erreicht als erste Frau in Deutschland den 1. Dan.
Gründung des Deutschen Judobundes e. V. (DJB) in Hamburg, außerhalb des DAB. Vorsitzender ist Heinrich Frantzen. Angeschlossen waren zunächst die Landesverbände in West- und Norddeutschland und Berlin mit insgesamt 66 Vereinen.
Bestätigung der Gründung des DJB unter dem Vorsitz des Deutschen Sportbundes in Frankfurt. Dem DJB gehören jetzt sämtliche Judo-Landesverbände der Bundesrepublik und Berlins mit 5500 Angehörigen an. A. Glucker, Stuttgart, gibt das amtliche Organ "Judo" heraus.
Die Bestandsaufnahme des DJB ergibt bereits 10500 Angehörige.
Heinrich Frantzen wird für 4 Jahre zum Präsidenten der Europäischen Judo-Union gewählt.
Franz Sineck wird in Rotterdam bei den Judo-Europameisterschaften in der Klasse 2. Dan Europameister.
Neuer Vorsitzender des DJB ist Max Depke aus Lübeck.
Matthias Schießleder wird Europameister im Weltergewicht, Heiner Metzler wird Europameister im Mittelgewicht.
Einführung des neuen amtlichen Organs "Judo" mit dem Erscheinungsort Lübeck. (Auflage November 1966: 23000 Exemplare.)
Heiner Metzler wird bei den Judo-Europameisterschaftenten in Mailand Europameister im Mittelgewicht.
Bei den Judo-Europameisterschaften in Genf wird Klaus Glahn Europameister im Schwergewicht.
Gründung der Europäischen Karate-Union (EKU) in Paris.
Aufnahme des Judo-Sportes in die Reihe der olympischen Disziplinen.
18. Olympische Spiele in Tokio. Für Deutschland erringen Wolfgang Hofmann, Köln, die Silbermedaille im Mittelgewicht und Klaus Glahn, Hannover, die Bronzemedaille in der Allkategorie (gleichzeitig 3. Platz der Weltmeisterschaft). Sportreferent Otto Brief war Kampfrichter.
Über 30000 gemeldete ordentliche Mitglieder im Deutschen Judo-Bund (Verdoppelung seit 1958).
Berufung eines Sachbearbeiters für Budo-Praktiken im DJB.
Han Hosan wird Bundestrainer des DJB.
Wolfgang Hofmann erringt bei den Judo-Europameisterschaften in Madrid den Titel im Mittelgewicht, Alfred Meier in der Allkategorie.
Gründung der Karate-Kommission im DJB und erste Arbeitstagung.
Erste offizielle Deutsche Karate-Einzel- und Mannschaftsmeisterschaften des DJB in Schweinfurt.
Gründung der Aikido-Kommission im DJB und erste Arbeitstagung.
Yutaka Toyama, 5. Karate-Dan, wird Trainer im DJB.
Die Mannschaft des DJB gewinnt den ersten Karate-Länderkampf gegen Österreich in Wien mit 3 : 2 Punkten.
Erstmalige Teilnahme des DJB an der Jahresversammlung der European Kendo-Renmei (Europäische Kendo-Union) in Brüssel (vertreten durch Herrn Riemann, Leiter der Kendo-Abteilung im Judo Club Wiesbaden 1922 e. V.).
Auf dem DAN-Tag in Frankfurt a. M. wurden Sachbearbeiter für Karate und Aikido in die DDK-Kommissionen berufen (Graduierungs- und Technische Kommission).
Die deutsche Nationalmannschaft (Uzat, Egger, Miebach, Herrmann und Glahn) wird Europameister in Rom.
Peter Herrmann erringt den Einzeltitel im Halbschwergewicht.
Vier Landesverbände berufen erstmals Budo-Sachbearbeiter in ihre Vorstände (Hessen, Rheinland, Saar und Schleswig-Holstein).
Bei den Weltmeisterschaften in Salt Lake City, USA, wird Klaus Glahn Vizeweltmeister in der Allkategorie und Peter Herrmann wird Dritter im Halbschwergewicht und in der Klasse Allkategorie.
1. Internationales Kendo-Sommerlager in Wiesbaden unter der Leitung von Gerd Wischnewski.
Verleihung des Silberlorbeers an die Deutsche Nationalmannschaft.
Bernhard Goetz, 2. Dan Karate, wird Bundestrainer im DJB für Karate.
Der Dan-Tag beschließt die Aufnahme des Ju-Jutsu als "vierten Weg". Verabschiedung der Prüfungsrichtlinien für Kyu- und Dan-Grade.
Bei den Judo-Europameisterschaften in Lausanne erringt die deutsche Mannschaft (Uzat, Egger, Hofmann, Herrmann, Glahn) die Bronzemedaille. Am folgenden Tag werden Wolfgang Hofmann (Mittelgewicht), Peter Herrmann (Halbschwergewicht) und Klaus Glahn in ihren Klassen Europameister.
100 Vereine im DJB haben Karate in ihr Übungsprogramm aufgenommen; Aikido wird zur gleichen Zeit in 47 Vereinen betrieben.
Übernahme des Süddeutschen Taekwon-Do-Verbandes als selbständige Sektion in den DJB.
Erste offizielle Deutsche Taekwon-Do-Einzel- und Mannschaftsmeisterschaft des DJB im Zirkus Krone, München.
Alfred-Rhode-Pokal in Groß-Gerau zum 1. Male ausgetragen. Der Gewinner erhält eine wertvolle 50 cm hohe Bronzefigur als Wanderpreis und eine Judo-Matte Rhode Tatami in der Größe von 6 x 6 m.
In Herzogenhorn findet die erste Aikido-Dan-Prüfung des DJB/DOK statt. Vor dem Bundestrainer Gerd Wischnewski und zwei ausländischen Prüfern erwerben die Lübecker Rolf Brand und Jürgen Wedding den 1. Dan Aikido.
In London findet die konstituierende Sitzung des Karate-Weltverbandes (IKU) statt. Der Budo-Sachbearbeiter des DJB, Rolf Brand, wird zum Vizepräsidenten der IKU gewählt.
Die deutsche Mannschaft wird in Ostende zum zweiten Mal Mannschafts-Europameister.
Start der Judo-Bundesliga
Judo-Weltmeisterschaften in Mexico. Klaus Glahn, Schwergewicht, und Peter Herrmann, Halbschwergewicht, erringen in ihren Gewichtsklassen die Silbermedaille. In der Nationenwertung erkämpft Deutschland den 2. Platz.
Erster Kyudo-Lehrgang mit Prof. Inagaki, 8. Den.
Gründung der Sektion Ju Jutsu im DJB. Sachbearbeiter: Werner Heim aus Wiesbaden.
Gründung der Sektion Kendo im DJB. Sachbearbeiter: Eberhard Riemann aus Wiesbaden.
Max Depke, der erfolgreiche Präsident der letzten 10 Jahre, kandidiert nicht mehr. Unter seiner Leitung mit Otto Brief als Sportreferenten und Han Hosan als Bundestrainer errang der DJB höchste internationale Erfolge und Ansehen.
Robert Vetter, Karlsruhe, wird von der Bundesversammlung zum Präsidenten des DJB gewählt. Der DJB zählt jetzt 77237 Angehörige.
Die Jahreshauptversammlung des DJB hebt das Verbot der Frauen-Judowettkämpfe auf. Zur Frauen-Referentin wird Wibke Miebach aus Hamburg gewählt.
Europameisterschaften in Ostberlin. Klaus Glahn erringt die Goldmedaille im Schwergewicht.
Karate-Europameisterschaften erstmals in Deutschland (Hamburg).
Internationales Trainer-Collegium in Karlsruhe-Schöneck.
Erster IJF-Kongreß in Deutschland (Ludwigshafen)
Die ersten Deutschen Judo Damen-Meisterschaften finden in Rüsselsheim statt.
Die Judo-Weltmeisterschaften finden in Ludwigshafen statt. Klaus Glahn wird 2. im Schwergewicht und 3. in der Allkategorie.
Otto Brief, der erfolgreiche Sportreferent der Jahre 1964-1969, wird von der IJF zum ersten deutschen Weltkampfrichter ernannt.
In Wiesbaden findet der erste offizielle Kendo-Vergleichskampf im DJB statt. Es ist eine Städtebegegnung zwischen Berlin/Hamburg und Wiesbaden/Mannheim. Knapper Sieger wird die Mannschaft aus Wiesbaden/Mannheim.
Erste Sitzung der Kendo-Landessachbearbeiter in Braunschweig. Wolfgang Remp aus Mannheim wird zum Bundesvorsitzenden der Sektion Kendo gewählt. Diplom-Sportlehrer Yasumasa Kaneda wird zum Kendo-Bundestrainer berufen.
Auf Initiative der Sektion Aikido im DJB wird in Köln die UNION EUROPEENNE D'AIKID0 gegründet. Präsident wird André Nocquet, 6. Dan, aus Frankreich.
Prof. Dr. Klaus-Jürgen Schulze wird als Bundesvorsitzender der Sektion Ju-Jutsu vom DJB-Präsidium bestätigt.
Kwon Jae-Hwa, 6. Dan Taekwon-Do, wird Bundestrainer der Sektion Taekwon-Do.
Erster offizieller Taekwon-Do-Länderkampf einer Deutschen Nationalmannschaft in Istanbul gegen die Mannschaft der Türkei.
WM der Universitäten in London. Die Mannschaft erringt die Bronzemedaille (Leibkind, Göhringer, Ebener, Boeddrich, Bischof). Im Einzelwettkampf kann V. Ebener von der Uni Köln in der Klasse 80 kg ebenfalls die Bronzemedaille erringen.
Olympische Spiele in München. Paul Barth holt Bronze, Klaus Glahn Silber. Otto Brief ist Kampfrichter.
Die ersten Taekwon-Do Weltmeisterschaften finden in Seoul/Korea statt. Die deutsche Nationalmannschaft belegt den 5. Platz. Armando Chavero wird Vize-Weltmeister im Leichtgewicht.
"The WORLD TAEKWON-DO Federation WTF" wird gegründet und Un Yong Kim zum Präsidenten gewählt. Die Bundesrepublik Deutschland ist Gründungsmitglied.
Klaus Glahn erringt bei der WM in Lausanne die Bronzemedaille und gibt seinen Rücktritt vom internationalen Geschehen bekannt.
Otto Schmelzeisen, 7. Dan, erhält als erster Judoka für seine Verdienste um den Deutschen Judosport das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse vom Bundespräsidenten.
Die Kansai-Mannschaft (jap. Studentenföderation) besiegt in Hürth/Köln die junge deutsche Nationalmannschaft 13:3.
Bei den Militärweltmeisterschaften wird die Bundesrepublik Mannschaftsmeister vor Österreich und Belgien.
Die Sektion Karate im DJB führt die erste Karate-Lehrer-Prüfung durch. 14 Karateka werden geprüfte Karate-Lehrer.
Bei den Judo Europameisterschaften in London schneiden die Deutschen gut ab: Engelbert Dörbrandt, Berlin, erringt im Weltergewicht die Bronzemedaille, der erst 18-jährige Günter Neureuther wird im Halbschwergewicht Vize-Europameister. Die Mannschaft erringt die Bronzemedaille.
Bei den Karate-Europameisterschaften in London wird Richard Scherer Europameister im Leichtgewicht. Die deutsche Mannschaft kommt auf den 3. Platz.
Der DJB führt bei seiner Jahresversammlung durch eine Satzungsänderung die Aufgaben eines Generalsekretärs und eines Sportdirektors ein.
Kurt Eulberg gewinnt bei den 1. Junioren-WM in Rio de Janeiro die Silbermedaille im Schwergewicht, Günter Neureuther die Bronzemedallie im Halbschwergewicht.
Die deutsche Mannschaft verteidigt erfolgreich ihren Mannschaftstitel bei den Militärweltmeisterschaften in Rio de Janeiro mit Siegen über die USA, Frankreich und Südkorea. Jan Knipper holt die Goldmedaille im Schwergewicht.
Bei den WM der Studenten in Brüssel erreichen Engelbert Dörbandt im Weltergewicht und Manfred Birod im Mittelgewicht Bronzemedaillen.
Die deutsche Kendo-Mannschaft besiegt bei einem Länderkampf Europameister England in der Unterbewertung 7:6.
Kyudo, die Kunst des Bogenschießens, wird in den DJB aufgenommen und der Sektion Kendo unterstellt.
Austragung der 1. Deutschen Karate-Junioren-Meisterschaft in Mayen.
Beim Taekwon-Do-Länderkampf gegen Korea unterlag der DJB mit 2:12 Punkten in Essen. Den einzigen Sieg für die Deutschen holte Wolfgang Dahmen.
Die Europäische Taekwon-Do-Union wird gegründet. Präsident wurde Heinz Marx, Generalsekretär Wolfgang Eberl.
Die deutsche Kendo-Nationalmannschaft besiegt in einem Länderkampf in Mailand die Mannschaft aus Italien mit 5:2.
Verleihung von Kyudo-Kyu-Graden in Hamburg (Hoff, Mann, Dr. Speidel).
Die deutsche Karate-Nationalmannschaft unterliegt in Teheran dem Irak 3:7.
Der Herausgeber des Fachorgans JUDO, Konsul Leonhard Ehrlich, verstirbt.
Nach langen Jahren wird in Frankfurt unter der Organisation von Dieter Schiemann eine Judo-Sommerschule durchgeführt.
Bei den Weltmeisterschaften in Wien kommen die deutschen Teilnehmer nicht aufs Podest.
Die ersten Damen-Europameisterschaften werden vom DJB in München organisiert.
Yokoo, Japan, wird erster Kendo-Weltmeister.
Artur Schnabel holt Bronze bei der Judo-EM.
Bei den Olympischen Spielen in Montreal erringt Günther Neureuther die Silbermedaille.
Alfred Rhode wird 80 Jahre alt. Er wird mit Ehrungen überhäuft, u.a. bekommt er den 8. Dan und die Goldene Erinnerungsplakette der EJU verliehen. Abends ziehen 300 Kinder mit Fackeln vor sein Haus und gratulieren.
In Köln wird das Bundesleistungszentrum Judo eröffnet.
Edgar Schäfer, 7. Dan, wird mit überwältigender Mehrheit zum neuen Präsidenten des DJB gewählt. Er ist seit 15 Jahren 1. Vorsitzender des 1. Deutschen Judo-Clubs und seit Gründung Präsident des Hessischen Judo-Verbandes, Judoka seit seinem 14. Lebensjahr.
Es gibt inzwischen 174561 Mitglieder im DJB.
Der VfL Wolfsburg wird zum vierten mal Deutscher Mannschaftsmeister.
In Frankfurt wird der Karate-Dachverband gegründet, dem auch der DJB angehört.
Im Taekwon-Do wurden die ersten Deutschen Damenmeisterschaften durchgeführt.
Präsident Edgar Schäfer beauftragt Prof. Dr. K-J. Schulze mit der Wahrnehmung des Amtes eines DJB-Vizepräsidenten.
Otto Schmelzeisen wurde aus Anlass seines 85. Geburtstages der 8. Dan vom DDK verliehen. Werner Heim wurde in diesem Monat 6. Dan Ju Jutsu, Professor Schulze und Franz Josef Gresch 5. Dan Ju Jutsu.
Die Mannschaft des DJB holt den Mitropa-Cup, der zwischen Deutschland, Italien und Österreich ausgetragen wurde.
Erstes Kyudo-Turnier in Europa in Hamburg.
Verleihung der DJB-Ehrennadel an Inagaki-sensei.
Der Deutsche Dan-Tag wird vom DDK glanzvoll gefeiert. Das DDK besteht 25 Jahre und die Feierlichkeiten gipfeln in einer Dampferfahrt auf dem Rhein und einem Festball.
Erster Jai-Do-Einführungslehrgang in Hamburg.
Anlässlich der Judo Europameisterschaften 1977 in Ludwigshafen wurde Günter Lind aus Saarbrücken-Dudweiler, seit 1960 EJU Kampfrichter, von der IJF an ihrer Spitze Mr. Osako zum zweiten deutschen Weltkampfrichter ernannt.
Gründung der European Ju-Jutsu Federation (EJJF) in Rom durch die Bundesrepublik Deutschland, Italien und Schweden, Präsident wird Rinaldo Orlandi (Italien), 1. Vizepräsident und Generalsekretär Prof. Dr. K-J. Schulze (DJB).
Jugend- und Junioren-Europameisterschäften in Berlin(Ost).
Frauen-Europameisterschaften in Köln. Inge Berg, Karin Krüger und Christiane Kieburg erringen Goldmedaillen, Christiane Jankowski eine Bronzemedaille.
Im Zusammenhang mit den Frauen-EM begeht der DJB sein 25jähriges Jubiläum.
Damen-Europameisterschaften in Kerkrade, Holland. Christiane Kieburg und Barbara Claßen erreichten erste Plätze, Adelheid Grimm, Karin Krüger und Inge Berg werden 3.
Tod von Präsident Edgar Schäfer.
Europameisterschaften in Brüssel, Belgien. Helmut Grobelin und James Rohleder erringen Silber, Günter Neureuther Bronze.
Taekwondo-Weltmeisterschaften in Sindelfingen. Die Deutsche Mannschaft erringt eine Gold-, zwei Silber- und 4 Bronzemedaillen.
Mitgliederversammlung in Köln. Es wird ein neues Präsidium gewählt: Präsident wird Prof. Klaus-Jürgen Schulze, der seit dem Tod Edgar Schäfers bereits seit Mai auf einen Vorstandsbeschluss hin die Amtsgeschäfte geführt hatte.
Zum neuen Kampfrichterreferenten wird Klaus Münstermann gewählt.
Beim IJF-Kongreß anlässlich der Weltmeisterschaften in Paris wird Shigeyoshi Matsumae aus Japan zum neuen IJF-Präsidenten gewählt. Neuer IJF-Sportdirektor wird Henri Courtine, Frankreich.
Bei den Weltmeisterschaften erreicht Günter Neureuther eine dritte Platzierung.
VFL Wolfsburg gewinnt den Europa-Cup der Landesmeister gegen die Sportschool Boersma Ammersfoort, Holland.
Erste Damenweltmeisterschaften in New York. Barbara Claßen gewinnt Silber und Bronze, Inge Berg und Christiane Kieburg jeweils Bronze.
Damen-Europameisterschaften in Madrid. Birgit Friedrich und Barbara Claßen gewinnen Gold.
Europa-Meisterschaften in Debrecen, Ungarn. Frank, Schnabel und v. d. Gröben erringen die Bronzemedaille.